Personal

Hohe Kompetenz und Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden

Effizientere Prozesse und das grosse Engagement der Mit­arbeitenden haben es ermöglicht, 2019 mit gleich vielen Stellenprozenten deutlich mehr Patienten stationär oder ambulant zu behandeln als im Vorjahr. Genügend Kapazität zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen, ist stets eine grosse Herausforderung und ist 2019 einmal mehr gelungen. Das KSW setzt auf eine langfristige, den Anforderungen ange­passte Planung und eine stetige Entwicklung und Weiter­bildung der Mitarbeitenden. Denn nur mit hervorragenden Kompetenzen können die immer komplexeren Aufgaben auch in Zukunft mit hoher Qualität gemeistert werden.

Als Ausbildungsspital engagiert sich das KSW dafür, Fachkräfte für Berufe im Gesundheitswesen zu begeistern und auszubilden. Auch 2019 wurden die kantonalen Verpflichtungen in diesem Bereich mehr als erfüllt und stiessen die angebotenen Ausbildungsplätze auf ungebrochene Nach­frage (mehr dazu hier).

Um im ausgetrockneten Personalmarkt die geeigne­ten Mitarbeitenden für das KSW zu gewinnen und danach zu halten, sind flexible Arbeitszeitmodelle, eine individuel­le Förderung und eine zeitgemässe Unternehmenskultur zentral. Es gelingt mehrheitlich, die offenen Stellen rasch zu besetzen. Hier hilft auch die positive Mundpropaganda: 89% der befragten austretenden Mitarbeitenden würden das KSW als Arbeitgeber weiterempfehlen.

89% der befragten austretenden Mitarbeitenden würden das KSW als Arbeitgeber weiterempfehlen.

Die Lohnkosten haben 2019 um insgesamt 3,4% zugenom­men. Das KSW hat im Kontext von Spezialisierung, Digita­lisierung und Ambulantisierung mehr entsprechend qualifizierte Mitarbeitende mit höherem Lohnniveau eingestellt. Ein weiterer Grund für den höheren Personalaufwand ist das Ausrichten eines Teuerungsausgleichs von 1% für alle.

Gleich viele Stellenprozente – mehr Personen
Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitstellen war im Jahr 2019 mit 2465 praktisch gleich hoch wie im Vorjahr. Hingegen arbeiteten mehr Personen am KSW. 2019 verteilten sich die Stellen auf 3294 Personen, 2018 waren es noch 3204. Ein Vergleich über die letzten drei Jahre zeigt, dass diese Zahl relativ konstant ist (± 0,5%). Ende Dezember 2019 waren am KSW 51,7% der Mitarbeitenden teilzeitbeschäftigt. Als Teilzeit gilt ein Beschäftigungsgrad von weniger als 90%.

 

 

Anteil Frauen in Kaderpositionen wächst
Dem KSW ist die Förderung von Frauen ein zen­trales Anliegen. Bei Kaderstellen ist eine ausgegli­chene Verteilung zwischen den Geschlechtern das Ziel. Führungsfunktionen in den Bereichen Pflege, Hotellerie und Administration sind mehrheit­lich von Frauen besetzt. Im technischen Bereich überwiegen in den Leitungsfunktionen nach wie vor Männer. Bei den Ärzten nimmt der Frauenan­teil auf Kaderstufe seit Jahren zu: 2013 waren es 27%, heute sind es 31%. Dieser Anteil wird sich in Zukunft weiter erhöhen, da heute bei Oberärzten/-innen und Assistenzärzten/-innen die Frauen in der Mehrheit sind. 2013 waren erst 47% Oberärz­tinnen beschäftigt, heute sind es 58%.

Gute Durchmischung der Altersstufen
27% der Mitarbeitenden sind über 50 Jahre alt, 20% unter 30 Jahre alt. Die Auszubildenden und Praktikanten sind nicht eingerechnet (395 Perso­nen). Die 30- bis 39-jährigen machen den grössten Anteil der Mitarbeitenden aus, nämlich 30%. Auch bezüglich Geschlecht der Mitarbeitenden sind gegenüber dem Vorjahr keine grossen Ver­änderungen festzustellen: 76% waren weiblich, 24% männlich.

Kulturelle Vielfalt
Menschen aus rund 60 Ländern arbeiten am KSW: von AL wie Albanien bis XK wie Kosovo. Die Mehrheit, nämlich rund 78%, sind Schweize­rinnen und Schweizer. Mitarbeitende mit deut­schem Pass stellen ebenfalls einen bedeutenden Anteil (13%). Die übrigen Nationalitäten verteilen sich mit 1 bis 53 Personen pro Land auf rund 8% der Mitarbeitenden.

Ausbildung als Basis für die Zukunft

Das KSW ist für gut ausgebildeten Nachwuchs besorgt: 2019 wurde die kantonale Ausbildungs­verpflichtung um 10% übertroffen. In 27 Gesundheits- und Supportberufen bildete das KSW 395 Personen aus. Allein in der Pflege waren es 275 junge Frauen und Männer. Mit 237 Assistenzärzten/-innen gehört das KSW zu den grösseren Aus- und Weiterbildungsstätten für den Arztberuf. Mehr als erfüllt hat die Vorgaben auch die Sparte «Nicht­formalisierte Leistungen». Insgesamt wurden über 750 Wochen an Vorpraktika, FMS-Praktika sowie Schnupper- und Berufspraktika geleistet.

Logistik am KSW lernen
Ein Spital ist angewiesen auf eine ausgezeichnete Logistik, damit alles zur richtigen Zeit am richti­gen Ort ist und korrekt gelagert wird. Das Zentralmagazin am KSW sorgt für gut ausgebildeten Nachwuchs, indem es seit 2019 eine Lehrstelle pro Jahr für die dreijährige Ausbildung Logistiker/-in EFZ anbietet.

Klinische Fachspezialistinnen und -spezialisten: Hoffnungsträger im Gesundheitswesen
Sie führen Visiten und Wundkontrollen durch oder verordnen Medikamente: Klinische Fachspezialistinnen und -spezialisten, meist mit pflegerischem Hintergrund, übernehmen in immer mehr Spitälern im ärztlichen Auftrag medizini­sche Aufgaben. Am 18. Oktober 2019 veranstaltete das KSW gemeinsam mit dem Departement Ge­sundheit der ZHAW das «Symposium Klinische Fachspezialisten». Ärztinnen, Pflegeleiter und Klinische Fachspezialistinnen schilderten ihre Erfahrungen mit Praxismodellen in Chirurgie, Geriatrie oder Onkologie. In einem zweiten Teil wurden Aspekte des neuen Berufsprofils disku­tiert, etwa die Ausbildung, die rechtliche Regelung der Delegation ärztlicher Aufgaben oder die Tarifierung. Das KSW hat als erstes Spital in der Schweiz Klinische Fachspezialisten in seinem Betrieb eingeführt und gemeinsam mit dem Departement Gesundheit das «CAS Klinische Fachspe­zialistin/Klinischer Fachspezialist» entwickelt. 2019 waren bereits rund 30 Klinische Fachspezialisten am KSW tätig.

Simulationszentrum: Training für den Ernstfall
Um die Patientensicherheit zu erhöhen, führen gemischte Teams am KSW regelmässig Übungen unter Ernstfallbedingungen durch. Viele Übun­gen lassen sich mit einfachen Mitteln gestalten, alle haben aber einen grossen Effekt, auch auf die Arbeitskultur und die Kommunikation. Gegen­wärtig beteiligen sich am KSW sechs Fachberei­che an den Simulationen. Im vergangenen Jahr gab es 80 sogenannte Simulationstage. Das Ziel ist, die Zahl der teilnehmenden Fachbereiche wie auch der Übungstage weiter auszubauen.

Mit Hilfe einer Hightechpuppe können unterschiedlichste Symptome simuliert und Notfallsituationen geprobt werden.