Finanzbericht

Höherer Gewinn in schwierigem Umfeld

Gewinn in CHF
16,4 Mio.

Betriebsertrag 2018: CHF 513,3 Mio.
+ 1,7 %

Betriebsaufwand 2018: CHF 497 Mio.
+ 0,4 %

Anteil zusatzversicherte Patienten stationäre Behandlung
21,3 %

Das KSW hat 2018 stationär und ambulant mehr Patienten behandelt als 2017 und schliesst das Jahr mit einem Gewinn von CHF 16,4 Mio. ab. Die Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahr (CHF 9,8 Mio.) ist angesichts regulatorischer Eingriffe von Bund (Tarifkürzungen im ambulanten Bereich) und Kanton Zürich («ambulant vor stationär») und den damit verbundenen Ertragseinbussen von über CHF 10 Mio. bemerkenswert. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis auch durch Abwertungen bei den Beteiligungen (Zentralwäscherei Zürich und Zentrum für Radiotherapie Zürich-Ost-Linth AG in Rüti). Dieses gute Betriebsergebnis war nur dank einem konsequenten Kostenmanagement möglich. Der Betriebsaufwand nahm 2018 lediglich um 0,4% von CHF 495 Mio. auf CHF 497 Mio. zu, während die Erträge trotz den Tarifsenkungen im ambulanten Bereich um 1,7% von CHF 504,9 Mio. auf CHF 513,3 Mio. zunahmen. Dem KSW ist es damit gelungen, das Kostenwachstum zu bremsen und die Kosten an die Erträge anzupassen, die durch die regulatorischen Eingriffe und das schwächere Patientenwachstum im Jahr 2017 gemindert worden waren. Die EBIT-Marge (Betriebsgewinn vor Zinsen) konnte von 1,9% auf 3,1% gesteigert werden. Die EBITDAR-Marge (Betriebsergebnis vor Mieten, Abschreibungen und Zinsen) ist mit 10,7% leicht niedriger als im Vorjahr (11,5%).

Der Personalaufwand hat um rund 2,7% zugenommen. Dies ist einerseits auf die vom Regierungsrat gesprochene Teuerungszulage zurückzuführen und anderseits eine Folge der Personalaufstockung in der zweiten Hälfte 2017 in Erwartung höherer Patientenzahlen. 2018 wurden durch eine zurückhaltende Stellenbesetzungspraxis nur 6 neue Stellen besetzt (+ 0,2%).

Der Sachaufwand hat um 3,7% abgenommen. Die Abnahme ist auf den geringeren Aufwand für Anlagennutzung zurückzuführen. Dieser Aufwand reduzierte sich durch buchhalterische Effekte um 18,9% von CHF 57,1 Mio. auf CHF 46,3 Mio. Wiederum stark gestiegen ist der Aufwand für den medizinischen Bedarf: um 6,0% von CHF 80,4 Mio. auf CHF 85,2 Mio. Unter anderem musste das KSW auch 2018 Mehrkosten im Umfang von CHF 2,3 Mio. zum Ausgleich des Betriebsverlusts der Kantonsapotheke (KAZ) tragen. Hier sind in Zukunft durch ein neues Preissystem noch höhere Kosten zu erwarten.

Die Investitionsausgaben für Sachanlagen und immaterielle Anlagen beliefen sich auf CHF 11,9 Mio. und blieben auf ähnlichem Niveau wie 2017 (CHF 12,4 Mio.). Der grösste Teil der Investitionen betraf mit CHF 8,1 Mio. medizintechnische Geräte – gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um CHF 1,6 Mio. (Vorjahr CHF 6,5 Mio.).

Der Spitalrat beantragt, zur Stärkung der Eigenkapitalbasis den Jahresgewinn per 31. Dezember 2018 auf die neue Rechnung vorzutragen. Aufgrund der mit dem Neubau zusammenhängenden grossen Investitionen wird die Eigenkapitalquote des KSW in den nächsten Jahren deutlich sinken. Auch unter Berücksichtigung der bevorstehenden Übertragung der Immobilien vom Kanton zum KSW ist deshalb die Eigenkapitalbasis weiter zu stärken. Zusammen mit dem Dotationskapital von CHF 3,7 Mio. erhöht sich das Eigenkapital per Ende 2018 von CHF 142,0 Mio. auf CHF 158,7 Mio.

Jahresrechnung

Die Jahresrechnung des Kantonsspitals Winterthur (KSW) vermittelt ein detailliertes Bild über die bestehende Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit Stand 31. Dezember 2018.

KENNZAHLEN (in Millionen Franken) nach H+ 2014 2015 2016 2017 2018 Veränderung absolut Berichtsjahr zu Vorjahr Veränderung in % Berichtsjahr zu Vorjahr
Ertrag stationär 302,5 310,2 327,5 317,5 331,7 14,2 4,5
Ertrag ambulant 124,6 132,5 147,9 159,6 159,5 –0,1 –0,1
Übrige Erträge 19,5 25,4 25,2 27,8 22,1 –5,7 –20,5
Betriebsertrag 446,6 468,1 500,6 504,9 513,3 8,4 1,7
Personalaufwand 281,9 294,9 311,3 315,8 324,3 8,5 2,7
Sachaufwand (ohne Mieten, Investitionen < 10 TCHF, Abschreibungen und Zinsen) 99,3 109,9 113,5 122,5 126,8 4,3 3,5
Betriebsergebnis (ohne Mieten, Investitionen < 10 TCHF, Abschreibungen und Zinsen) 65,4 63,3 75,8 66,6 62,3 –4,3 –6,5
Investitionen < 10 TCHF, nicht aktivierbare Projekte 4,6 6,6 5,5 8,6 7,3 –1,3 –15,1
EBITDAR (Betriebsergebnis vor Mieten, Abschreibungen und Zinsen) 60,8 56,7 70,3 58,0 55,0 –3,0 –5,2
Mieten/Leasing 22,3 24,8 25,2 26,5 24,6 –1,9 –7,3
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Zinsen) 38,5 31,9 45,1 31,5 30,4 –1,1 –3,4
Abschreibungen 13,7 15,5 15,4 22,0 14,4 –7,6 –34,5
EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsen) 24,8 16,4 29,7 9,5 16,0 6,5 68,6
Zinsaufwand 0,0 0,0 –0,1 –0,3 –0,4 –0,1 20,0
Gewinn vor Steuern 24,8 16,4 29,8 9,8 16,4 6,6 67,1

KENNZAHLEN (in Millionen Franken) nach H+

2018 2017
331,7 317,5

Für detaillierte Tabellenansicht

BETRIEBSERGEBNIS IN PROZENT VOM BETRIEBSERTRAG 2014 2015 2016 2017 2018
EBITDAR-Marge 13,6 12,1 14,0 11,5 10,7
EBITDA-Marge 8,6 6,8 9,0 6,2 5,9
EBIT-Marge 5,6 3,5 5,9 1,9 3,1

BETRIEBSERGEBNIS IN PROZENT VOM BETRIEBSERTRAG

2018 2017
10,7 11,5

Für detaillierte Tabellenansicht

LEISTUNGEN 2014 2015 2016 2017 2018 Veränderung absolut Berichtsjahr zu Vorjahr Veränderung in % Berichtsjahr zu Vorjahr
Stationäre Austritte 25 247 26 463 27 190 27 088 27 608 520 1,9
CMI (durchschnittlicher Schweregrad) 1,024 1,027 1,037 1,028 1,039 0,011 1,1
Pflegetage 143 512 145 059 144 712 141 619 138 820 –2 799 –2,0
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen 5,7 5,5 5,3 5,2 5,0 –0,2 –3,8

LEISTUNGEN

2018 2017
27 608 27 088

Für detaillierte Tabellenansicht

ERFOLGSRECHNUNG 2018 (in Millionen Franken)
ERTRAGSHERKUNFT 2018